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Wie real ist die Bank bei Monopoly?

Wissen Sie, aus welchem Material Geldscheine sind? Aus Baumwolle! Von wegen, Papiergeld. Da lästert man so viel drüber, aber das gute Geld ist eben doch aus hochwertiger Baumwolle. Schau an schau an. Und obwohl die Vorräte an der schönen Pflanze relativ groß sind, so ist es in bedruckter Form doch nicht ansatzweise häufig genug vorhanden, um für die Zahlen zu bürgen, die die Staaten, Unternehmen und Bürger dieser Welt auf dem Konto stehen haben. Wenn alle Menschen also gleichzeitig ihr Geld von der Bank abheben, dann passiert nach einer gewissen Zeit zwangsläufig das Folgende: Nichts.

 

Die Bank hat Reserven, aber kann nicht das auszahlen, was ihre Kunden auf dem Konto deponiert haben. Sie wissen ja, dass man für Geld auf der Bank Zinsen bekommt. Nichts!, werden sie sagen, doch die Zahlen lügen auf einer anderen Ebene: Der Wert Ihres Vermögens wird real nicht größer, obwohl das Vermögen an sich, rein nominell, eben doch steigt. Der Grund dafür ist die Inflation, die das mühsam angesparte frisst, auffrisst. Hartes Begriff, harter Fakt: Unter 2% Zinsen machen Sie eigentlich immer minus.

 

Die Bank möchte nicht minus machen. Deswegen versucht sie, das ihr anvertraute Geld gewinnbringend zu vermehren. Das impliziert, dass es nicht jederzeit verfügbar ist. Langfristige Geldanlagen erhöhen den ausgezahlten Zinssatz, sie wissen. Und um die Zinsen an die Kunden zahlen zu können muss die Bank ihrerseits mit dem Geld arbeiten. Investieren. Und so lange jedes Institut hier und da anlegt, so lange bestehen auch nicht ausreichend große Reserven. Das begründet die Angst vor Bank Runs, bei denen die Menschen gleichzeitig Geld abheben – bis die Bank pleite ist. Und dann kann sie nicht einmal neues Papiergeld drucken, unabhängig davon, dass sie keine hochrechtliche Lizenz zum Gelddrucken hat…

Ich bin raus für heute – wir sehen uns auf Los!

14.11.13 14:15

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